“Copy & Paste 2.0” – Kreativität und geistiges Eigentum in der globalisierten Mediengesellschaft

Viel braucht es nicht, nur ein Klick – und schon ist das eigene Foto online, der fremde Film heruntergeladen oder ein Hyperlink ins eigene Weblog eingebunden – wem aber gehören Foto, Film, Link und andere mediale Inhalte?
Durch die technische Entwicklung vom Filmequipment bis zum interaktiven Internet ist es seit Ende der 90er Jahre jeder und jedem möglich, eigene kreative Produkte zu veröffentlichen. Wo aber beginnen, wo enden Eigenschöpfung und Nachahmung? Wo liegen die Grenzen für die kreative Verwertung von Bildern, Musik oder Texten Dritter? Gibt das aktuelle Urheberrecht genug Sicherheit für die Bezahlung von Autor_innen, Musiker_innen und andere Kreativen und gleichzeitig genügend Spielraum für gestalterische innovation – auch durch den kreativen Umgang mit dem Material anderer?
Diese und weitere Fragen spiegeln, wie sehr sich Rolle und Bedeutung des Urheberrechtes gewandelt haben. Im weltweiten Internet greifen nationale Gesetze nicht mehr. Zwischen Firmen wie Apple und Samsun toben im Handymarkt Patentstreitigkeiten, im Internet streiten sich „Tatort“-Autor_Innen und Netzcommunity offen über Eigentumsrechte. Von “Copyright Wars” ist in den Medien die Rede. Das Urheberrecht steht im öffentlichen Diskurs. Es erlebt einen Bedeutungswandel und erfordert auch Veränderung im Umgang mit ihm – auf staatlicher, wirtschaftlicher und privater Ebene. Das Seminar sucht in diesem Spannungsfeld nach unterschiedlichen Blickwinkeln, Interessenlagen, Fragen und Antworten – auch zum eigenen Umgang als Medienproduzent_innen und mündigen, MitgestalterInnen der heutigen und zukünftigen Gesellschaft.

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Kontakt:
Annette Ullrich