Erziehung in der digitalisierten Welt

Unser Alltag wird immer digitaler. Das bietet neue Möglichkeiten z.B. für gemeinsames Lernen und Zusammenarbeit. Verbunden sind damit aber auch viele herausfordernde Fragen, deren Bearbeitung einer intensiven Auseiandersetzung mit Digitalisierung und Gesellschaft bedarf. So auch im Bereich Erziehung. Im Seminar „Trial & Error – Lernen und Leben in der digitaliserten Gesellschaft beschäftigten sich daher Erzieherfachschüler*innen vom 9. bis 13.12.19 mit ganz unterschiedlichen Aspekten des Themenfeldes.
Flipchart aus dem Arbeitsprozess der Werkstattgruppe Inszenierte Lesung

Welche Motive und Interessen stecken z.B. hinter Hate Speech und welche Strategien dagegen können wir entwickeln? Die Werkstattgruppe Inszenierte Lesung setzte sich mit diesem schwierigen Thema intensiv auseinander und entwickelte dazu eigene Texte. In der Aufführung „Feuer bekämpft man mit Feuer?“ inszenierte sie diese und berührte das Publikum damit nachhaltig. Im Vorfeld entstand in der Zusammenarbeit mit der Werkstattgruppe Multimedia ein Trailer, der einen kleinen Einblick in die Aufführung gibt.
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Trailer zu „Feuer bekämpft man mit Feuer?“

Zu sehen ist der Trailer auch im Blog, das die Multimediagruppe erarbeitet hat. In digitalerealitaeten.home.blog/ zeigt sie in spannenden Artikeln ihre Ergebnisse. „Der gesundheitliche Hintergrund von Mediensucht“ und „Medienabhängigkeit“ lauten Artikel zu einem Themenschwerpunkt des Blogs. In „Intelligenz, Bewusstsein und Erinnerung in digitalen Welten“ und „Nutzen einer künstlichen Intelligenz“ setzten sich Teilnehmende mit KI auseinander. In der Erarbeitung des Blogs erprobte die Gruppe dabei ganz praktisch digitale kollaborative Tools wie WordPress. Auch andere Dienste, die digitales Zusammenarbeiten ermöglichen, wurden ausprobiert und anlaysiert. Die Erfahrungen und Tipps der Werkstattgruppe finden sich auf der Seite „Tools„.

Werkstattübergreifend wurde als gemeinsames Tool eine Linkliste mit wakelet erprobt. Hier finden sich auch Links aus der Recherche der anderen Werkstattgruppen. Zudem sprach die Multimediagruppe mit allen anderen Werkstätten über deren Arbeitsprozesse und veröffentlichte dazu Interviews unter „Workshops“. Auch die Prezi aus der Abschlusspräsentation ist auf im Blog zu finden.

Präsentation des Blogs digitalerealitaeten.home.blog/ zu Seminarinhalten und Blog-Entstehung

In der digitaliserten Welt spielt die Bilderflut, die uns ständig umgibt, eine große Rolle. Um die Dimensionen der damit verbundenen gesellschafstpolitischen Fragen zu ergründen, erarbeiten die Teilnehmenden der Werkstattgruppe Schwarz-Weiß-Fotografie Konzepte zu unterschiedlichen Fragestellungen und setzten diese mit Mitteln der analogen Fotografie um. Subjektivität von Wahrnehmung, Selbstdarstellung und Selbstwahrnehmung, Meinunsgbeeinflussung durch manipulative Bildmittel oder neue Blickwinkel zur Frage des Perspektivwechsels waren einige Aspekte ihrer Auseinandersetzung mit Fotografie als Medium zur Konstruktion und Dekonstruktion von Realität. Ihre im Labor von selbst entwickelten Filmen erstellten Abzüge präsentierte die Gruppe in einer Fotografieausstellung. Zu sehen sind die in der Ausstellung abfotografierten Fotoserien unter digitalerealitaeten….interview-workshop-analoges-fotografieren/

Teil der Abschlussausstellung der Werkstattgruppe Schwarz-Weiß-Fotografie

Welche digitalisierte Welt wünschen wir uns? Welche Rolle soll Digitalisierung z.B. in der Erziehung spielen, in einer smarten Kita oder im smarten Jugendclub? Die Maker*innen-Werkstatt ergründete aus ihrem Blickwinkel wichtige Aspekte dafür – vom menschlichen Miteinander über Medienkompetenz, Datenschutz bis zu E-Books und Reinigungsrobotern.

Pinnwand aus dem Arbeitsprozess der Maker*innen-Werkstatt

Für das Verstehen von Digitalisierung machten sie erste eigene Erfahrungen mit dem Programmieren von Platinen wie Calliope und MakeyMakey über intuitive Programmierwerkzeuge wie z.B. Scratch. Den beim Programmieren erlebten Spaß und Erkentnisgewinn werden sie, so ihr Feedback zum Seminarende, auch künftig in ihrer erzieherischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen weitergeben. Sichtbare und interaktive Ergebnisse ihrer Arbeit, die in der Abschlussausstellung ausprobiert werden konnten, sind ein interaktives Plakat, ein Spiel und das Modell einer smarten Kita. Impressionen zum Arbeitsprozess sind zu sehen auf digitalerealitaeten.home.blog/interview-workshop-maker-innen/

Noch mehr Bilder als Impressionen gibt es hier in einem Flickr-Album.
Besonders aber lohnt sich der Blick ins
Blog https://digitalerealitaeten.home.blog
Viel Spaß beim Anschauen!

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Das Seminar fand im Rahmen der Mitarbeit im Programm „Politische Jugendbildung im AdB“ in  der Fachgruppe „Digitale Medien und Demokratie“  statt und wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie