SV-Seminar vom 02.-08.09.19

Trainingsseminar für Schülervertreter*innen vom 02. bis 08. September 2019

Vom 02. bis 08. September 2019 haben sich 50 Klassensprecher*innen und engagierte Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, der Robert-Jungk-Schule und der Fritz-Reuter-Schule im wannseeFORUM versammelt. Ihr Ziel war es, sich in dem siebentägigen Seminar für ihre Aufgaben als Interessensvertretung fit zu machen und ihre Ideen mit den anderen Schulen auszutauschen. Dazu wurde zu Beginn des Seminars eine Bestandsaufnahme in den einzelnen Schulgruppen mit den folgenden Leitfragen durchgeführt:

Was läuft gut/schlecht an eurer Schule?
Was sollte an der Schule verbessert werden?
Was können Schülervertreter*innen dafür tun?

Bei der anschließenden Vorstellung jeder Schule mit ihren jeweiligen Schwerpunkten und spezifischen Herausforderungen wurde speziell auf die Arbeit der Schülervertretung eingegangen. Deutlich wurde dabei, dass viele der Themen der SV einer Schule, an anderen Schulen ähnlich bestehen oder sogar bereits Lösungen gefunden werden konnten. So ergaben sich aus den Diskussionen bereits Themencluster für die vertiefende Arbeit in den kommenden Tagen.

Am Nachmittag des ersten Tages haben sich die Schülerinnen schließlich auf fünf kreative Werkstätten aufgeteilt. In einem gemeinsamen Prozess verständigte sich jede Werkstattgruppe auf eigene inhaltliche Schwerpunkte, die in künstlerischer Weise im Verlauf der Woche weiter bearbeitetet und am Ende vor Publikum präsentiert wurden. Die Video-Gruppe beschäftigte sich mit der bewussten Manipulation von Informationen und produzierte dazu den Kurzfilm „FakeNews“. Mit dem zweiten Kurzfilm „Killerschildkröte“ machten sie außerdem auf die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll aufmerksam. In der Theater-Gruppe drehten sich die Debatten um den Umgang mit rechten Schülerinnen. Im Theaterstück stellten sie eine Zukunft vor, in der die AfD die Bundestagswahlen gewonnen hat und menschenverachtende Äußerungen von Mitschülern im Klassenzimmer aggressiv geäußert werden. Nachdem die Lehrkräfte dem wenig entgegenzusetzen hat, stellt die SV eine Demonstration unter dem Motto „Dienstag für Demokratie“ auf die Beine, um ein Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus zu setzen. Die Geschichte der Comic-Gruppe handelte in Parodie einer bekannten Romanfigur unter dem Titel „Hairy Schnotter“ vom Kampf der Schüler*innen für die Einführung eines Lehrer-Feedbacks. Das Comic wurde im Rahmen der abschließenden Präsentation live vorgestellt und außerdem als Heft ausgedruckt und verteilt. In der Gruppe Schwarz-Weiß-Fotografie entstanden mehrere Serien zu den unterschiedlichsten Themen wie Natur, Ignoranz und Ausblendung, Gleichberechtigung und Konsumgesellschaft. In einer Ausstellung wurden die Bilder präsentiert und es konnten Frage an die jeweiligen Fotografinnen gestellt werden. Die Audio-Guppe produzierte drei Beiträge, in denen sie Passanten auf der Straße zu den folgenden Themengebieten befragte: Umfrage zum Politikinteresse, zur Wahlbeteiligung, den Wahlergebnissen in Sachsen und Brandenburg, zu den Wahlerfolge der AfD zu den Alternativen zur AfD, zum Klimaschutz und zur Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit zur Verwendung von Plastiktüten und Mehrwegflaschen, zum Einkauf saisonaler und regionaler Produkte und Biofleisch, zur Einstellung zu Fridays for Future und zum Verzicht auf Flugreisen. Umfrage zum Thema Gaming, wie viel Zeit sollten junge Menschen damit verbringen sollten und wie viel Geld dafür ausgeben sollten?

Am vorletzten Seminartag wurde im Rahmen eines Planspiels eine GSV-Sitzung durchgeführt, in dem jede Gruppe einen Antrag einbrachte, der mit den anderen Gruppen diskutiert und schließlich zur Abstimmung gebracht wurde. Thematisch ging es dabei um die Erneuerung der Informatikräume, um das Lehrer-Feedback, um den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus, die Einrichtung eines grünen Klassenzimmers und um die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedanken in der Schule.

Nach einem Rückblick auf die vergangenen Tage und der Vergabe der Teilnahmezertifikate ging es frischen Mutes für alle Schüler*innen wieder zurück in ihren Alltag. Wir wünsche allen viel Erfolg bei der Umsetzung der neu gewonnen Fähigkeiten und Projektideen.