What are you looking for?

Real or Reel? Gemeinsam gegen Fake News und Desinformation

Real or Reel? Gemeinsam gegen Desinformation

Junge Menschen aus Deutschland und Slowenien entwickeln im Projekt „Real or Reel?“ kreative Wege, um Fake News zu erkennen, Medienkompetenz zu stärken und kritisch zu denken.

Seminar type
For individuals, international youth exchange
Target audience
15 bis 25 Jahre
focus
Internationales, Demokratie und Gesellschaft
Language
German and English

Wie erkennen wir Desinformation im Netz? Und wie können wir selbst zu einer verantwortungsvollen Verbreitung von Informationen beitragen?

From the 27. bis 31. Juli 2026 kamen junge Menschen aus Deutschland und Slowenien im wannseeFORUM zusammen, um ein internationales Medienbildungsprojekt zu starten. Gemeinsam mit dem Institute for Entrepreneurship, Tourism and Youth Brežice (Abkürzung: .zptm) aus Slowenien startete die Stiftung wannseeFORUM das Projekt „Real or Reel?“. Dabei geht es darum, Medienkompetenz und kritisches Denken zu stärken und junge Menschen für Desinformation im Internet zu sensibilisieren.

Fake News verstehen und kritisch hinterfragen

Unter der Leitung von Sabrin Hafiz beschäftigten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Formen von Fake News und Desinformation. Sie diskutierten, wie gezielte Falschinformationen entstehen, warum sie sich so schnell verbreiten und welche Rolle soziale Netzwerke, Algorithmen und starke Emotionen dabei spielen. Ein Blick in die Geschichte zeigte außerdem: Fake News sind kein neues Phänomen. Verändert haben sich vor allem ihre Reichweite und die Geschwindigkeit, mit der sie sich verbreiten.

Neben der theoretischen Auseinandersetzung lernten die Jugendlichen praktische Methoden kennen. Mit der Routine „Pause and Check“ übten sie, vor dem Teilen von Beiträgen innezuhalten. Dabei hinterfragten sie mögliche Interessen hinter einer Nachricht, suchten nach weiteren Quellen und überprüften den Ursprung von Bildern. Die Methode „Honest by Design (von Grund auf ehrlich)“ zeigte, worauf es bei der eigenen Medienproduktion ankommt. Dazu gehört, Quellen offenzulegen und Interessen transparent zu machen. Außerdem sollten Fehler sichtbar korrigiert werden und vor einer Veröffentlichung genügend Zeit für die Prüfung bleiben.

Kommunikation gestern und heute

Am 29. Juli besuchte die Gruppe das Museum für Kommunikation Berlin. Dort setzte sie sich mit der Entwicklung von Kommunikation und Informationsverbreitung auseinander und stellte Bezüge zwischen historischen Medien und der heutigen digitalen Welt her.

Gemeinsam eigene Inhalte entwickeln

Auf Grundlage der gemeinsamen Diskussionen entwickelten die jungen Erwachsenen erste Ideen für eine Social-Media-Kampagne und ihr eigenes Format „TruthLens – check before you believe“. Von November 2026 bis Februar 2027 sollen insgesamt 32 Kurzvideos entstehen – 16 aus Deutschland und 16 aus Slowenien. Die wöchentlichen Beiträge werden auf Instagram, TikTok and Facebook veröffentlicht und greifen unterschiedliche Themen rund um Medienkompetenz, Desinformation und gesellschaftliche Fragen auf.

Gemeinsam Medienkompetenz bis 2027 stärken

Das Auftakttreffen in Berlin war der Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit, die bis auf das CoE – Educational Forum 2025 in Magdeburg zurückgreift. Im Dezember 2026 wird die Gruppe beim Gegenbesuch in Brežice die gemeinsame Arbeit fortsetzen. Anschließend sollen die entwickelten Inhalte und Methoden auch in Workshops an Schulen eingesetzt werden.

„Real or Reel?“ verbindet internationale Begegnung mit praktischer Medienbildung. Die jungen Erwachsenen lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen, und werden selbst aktiv, um ihre Erkenntnisse weiterzugeben. Denn bevor wir etwas glauben oder teilen, lohnt sich eine einfache Frage: Habe ich wirklich überprüft, was ich gerade sehe, lese oder verbreite?

This seminar was supported by: