Eine Woche voller Begegnungen, Austausch und gemeinsamer Erfahrungen: Im Dezember 2025 trafen sich Jugendliche aus Berlin und Holon im wannseeFORUM zu einem deutsch-israelischen Jugendaustausch. Gemeinsam setzten sie sich mit Fragen von Zukunft, Verantwortung und Zusammenleben auseinander. Sie lernten neue Perspektiven kennen und knüpften internationale Freundschaften.
Im Dezember 2025 fand im wannseeFORUM ein deutsch-israelischer Jugendaustausch mit Jugendlichen aus Berlin und Teilnehmenden des Young Ambassadors Programs aus Holon statt. Eine Woche lang lebten, lernten und arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam in Wannsee. Ziel des Austauschs war es, sich kennenzulernen, neue Perspektiven zu entdecken und gemeinsam über Zukunft, Zusammenleben und Verantwortung nachzudenken.
Ein Highlight war der Besuch im Rathaus Tiergarten. Dort trafen die Teilnehmenden Christoph Keller, Bezirksjugendstadtrat von Berlin-Mitte, sowie Miriam Notowicz, Ansprechperson für jüdisches Leben und Betroffene von Antisemitismus in Mitte. Im Nachgang strich der Stadtrat noch einmal hervor, warum der Jugendaustausch so wichtig ist:
„Wenn Menschen einander begegnen, einander zuhören, einander nachfühlen, können Vorurteile verschwinden und die Gemeinsamkeit entdeckt werden. Dann kann gemeinsam geträumt, gemeinsam entwickelt und gemeinsam umgesetzt werden. Wenn diese Möglichkeit schon früh im Leben bewusst und begleitet stattfindet, dann wird das oft als große Bereicherung erlebt. Die Neugier und Offenheit, die hier gelernt und erlebt werden, lassen sich später nur schwer wieder verlernen und sind meiner Meinung nach die Grundlage, die es für ein friedliches und demokratisches Miteinander braucht. Ich danke allen Mitarbeitenden und Engagierten, die diese Abenteuerreise ermöglichen und allen teilnehmenden neugierigen Jugendlichen und ihren Familien.“ (Bezirksstadtrat für Jugend, Christoph Keller)
Bereits zum Auftakt der Begegnung stand ein Bouldern als Teambuilding-Aktivität auf dem Programm. Beim gemeinsamen Klettern konnten die Teilnehmenden Vertrauen aufbauen, sich gegenseitig unterstützen und als Gruppe zusammenwachsen. Diese Erfahrung bildete eine wichtige Grundlage für die daran anschließende gemeinsame Woche.
Ein zentraler inhaltlicher Programmpunkt war der Besuch von Mirka Tielemann, Projektkoordinatorin des ICJA e. V. . Sie stellte das internationale Friedensprojekt Kyiv–Tel Aviv–Berlin vor. Gemeinsam mit den Jugendlichen führte sie Übungen durch, die die Bedeutung von Dialog, gewaltfreier Kommunikation und Konfliktlösung erfahrbar machten. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit eigenen Haltungen auseinander und tauschten sich über den respektvollen Umgang miteinander aus.

Im Rahmen des Austauschs besuchte die Gruppe außerdem die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Bei einer Führung durch das Haus und die Ausstellung erhielten die Jugendlichen einen eindrücklichen Einblick in die historischen Hintergründe der nationalsozialistischen Verbrechen. Anschließend gab es Raum für Austausch, Fragen und gemeinsames Nachdenken.

Gemeinsam besuchte die Gruppe außerdem das Centrum Judaicum und erhielt eine Führung durch die Neue Synagoge Berlin. Dabei lernten die Teilnehmenden mehr über jüdische Geschichte, Kultur und Gegenwart in Berlin.
An zwei Tagen nahmen die Jugendlichen an kreativen Workshops teil. Sie konnten sich entweder in einem Collagen-Workshop oder in einer Cyanotypie-Werkstatt künstlerisch mit dem Thema Zukunft auseinandersetzen. Die entstandenen Werke spiegelten persönliche Eindrücke, Gedanken und Gefühle wider und wurden zum Abschluss gemeinsam präsentiert.

Ein weiterer Programmpunkt war eine von den Teilnehmenden mitgestaltete Sightseeing-Tour durch Berlin. Der Weg führte von der Siegessäule bis zum Alexanderplatz vorbei an wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Tour endete mit einem Besuch am jüdischen Gymnasium Moses-Mendelssohn. Dort erhielt die Gruppe einen weiteren Einblick in jüdisches Leben in Berlin heute.
Am Freitag feierten die Jugendlichen gemeinsam Shabbat. Die Feier bot einen ruhigen und verbindenden Moment innerhalb der intensiven Woche und stärkte das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe.
Am letzten Tag vor der Abreise besuchte die Gruppe das Mahnmal Gleis 17. Dort gedachten die Teilnehmenden gemeinsam der Opfer der Shoa. Zum Abschluss der Woche wurde außerdem Chanukka mit einer kleinen Zeremonie eingeleitet.
Die Seminarwoche war geprägt von Begegnung, Offenheit und gegenseitigem Respekt. Die gemeinsame Woche hat neue Freundschaften entstehen lassen und den Jugendlichen wertvolle Impulse für ihre persönliche und gesellschaftliche Zukunft gegeben.
Seminarergebnisse
Die Collage-Werkstatt war eine von zwei Werkstätten, die während der Seminarwoche zweitägig stattfanden.
Die Cyanotypie-Werkstatt war eine von zwei Werkstätten, die während der Seminarwoche zweitägig stattfanden.




