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„Just Justice – Was ist eine gerechte Welt?“

„Just Justice – Was ist eine gerechte Welt?“

Seminartyp
Themenseminar
Zielgruppe
14 bis 17 Jahre
Schwerpunkt
Digitalisierung und Demokratie
Sprache
Deutsch

Schüler:innen aus der 8. bis 10.Klasse der Friedenburg-Oberschule haben sich im Kooperationsseminar mit medialepfade.org vom 23.-27.9.24 auf das Experiment eingelassen, gerechte Gesellschaftsverträge zu entwerfen und zu visulisieren.

Das Seminar „Just Justice. Was ist eine gerechte Welt“ wurde als Pilot-Workshop zu John Rawls’ Gedankenexperiment zum “Urzustand und Schleier des Unwissens” aus „A Theory of Justice“ (1971) als Grundlage für die Aushandlung eines ethisch verantwortlichen Gesellschaftsvertrages konzipiert.
Ziel war es, Abstraktionsvermögen und das Verständnis für unterschiedliche Perspektiven zu fördern sowie die vorurteilsfreie Auseinandersetzung für das Finden von gemeinsam Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen. Dabei standen die universellen Prinzipien der Gerechtigkeit, Fairness und Unvoreingenommenheit im Mittelpunkt.

  • Vier Jugendliche sitzen an einem Tisch und schauen auf einen Laptop mit Programmiercode auf dem Bildschirm.
  • Mehrere Personen sitzen an Tischen in einem hellen Raum, einige arbeiten an Laptops, andere stehen oder gehen umher.
  • Fünf Personen sitzen an einem Tisch und schauen auf einen Laptop-Bildschirm mit Programmiercode in einem hellen Raum.
  • Lehrkraft zeigt auf eine bunte Präsentation mit Textkästen an der Wand, mehrere Schüler sitzen an Tischen und hören zu.
  • Collage mit Fotos von Stadtansichten, einem gezeichneten Schulgebäude, einem Tischkicker, einem Seehund und dem Text 'Sichere Orte für Kinder'
  • Hände bedienen Laptop mit Aufklebern, Bildschirm zeigt 3D-Landschaft mit Wasser, Land und Gebäuden.

Es ging um:

  • Reflexion zur eigenen Identität
  • Einüben von Perspektivwechseln
  • Entwicklung von fiktiven Charakteren (Personas)
  • Storytelling und Empathiebildung
  • Argumentationstraining zu Menschenrechten
  • Auseinandersetzung mit und Entwerfen von gerechten Gesellschaftsformen
  • Erstellung und Programmierung von 3D/VR-Welten zu den entworfenen Gesellschaftsverträgen
  • Öffentliche Präsentation der Ergebnisse

Unsere Reise zu „Gerechten Welten“:

Tag 1: Einführung

  • Spiel „Aufbruch in ein neues Land“ aus „Compasito. Handbuch zur Menschenrechtsbildung mit Kindern“: Was ist uns an Werten und Dingen/Besitz wichtig? Nicht „über Bord warfen“ die Teilnehmenden auf der erdachten Schiffsreise z.B. „Faire Behandlung und Nichtdiskriminierung“, „Meinungsfreiheit“, „Religionsausübung,“ „Demokratische Wahlen und Regeln“ und „Schutz vor Misshandlung“
  • Spiel „Freiheitsgriff“, 2024 entstanden im Seminar „Die Erfindung der Zukunft“ zu (Spiel)Regeln untereinander, Freiheiten und Verboten
  • Auseinandersetzung mit Menschenrechten mit dem Brettspiel
    „Courage: Das Menschenrechtsspiel – gemeinsam sind wir stark“ von Amnesty International Deutschland: in 8 Kleingruppen mit jeweils einem Hauptszenario (Wohlstand, Teilhabe für alle, Geschlechtergerechtigkeit, Frieden, Stimme der Kinder, Freiheit, Antirassismus, Gesunde Umwelt) wurden Wissensfragen zu Menschenrechten und Menschenrechtsaktivist:innen beantwortet
    sowie Kreativaufgaben erfüllt z.B. Audio- und Videoaufnahmen, Zeichnungen, Slogans u.a. zu den Szenarienthemen.

Tag 2: „Das Gedankenexperiment“
(in Kooperation medialepfade.org und Einsteinform Potsdam)

  • Über sich selbst nachdenken und sich selbst beschreiben in den Kategorien Community, Überzeugungen, Wissen, Gaben, Körper, Besitz
  • „Lotterie des Lebens“: aus den zufällig neu zusammengestellten Kategorie-Beschreibungen der Teilnehmenden und zusätzlicher KI generierter wurden fiktive Charaktere erfunden, um Perspektiven von anderen Menschen kennenzulernen und zu versuchen, sich in ihre Blickwinkel einzufühlen (Storytelling und Empathiebildung)
  • Was ist Philosophie? Was hat Philosophie mit unserem individuellen und unserem Zusammenleben zu tun? Was macht eigentlich ein:e Philosoph:in?:
    Gespräch mit Prof. Dr. Susan Neiman (Dirketorin) und Dominic Bonfiglio (Mitarbeiter) vom Einstein Forum Potsdam
  • Debattenspiel zu „Freiheit“ und „Gleichheit“:
    Argumentationstraining zu Menschenrechten

  • „Raumschiffreise“: in 5 Teams wurde jeweils ein Vertrag für eine Gesellschaft für den Ziel-/neuen Heimatplaneten erarbeitet: “Gewonnen haben nur diejenigen, die eine Gesellschaft verhandelt haben, in der für die entwickelten Charaktere/alle Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen auf dem Zielplaneten auch Platz sein wird.” Kategorien im Vertrag waren: Teilhabe und Mitbestimmung, Grundrechte, Bildung und Forschung, Kulturelle Vielfalt und Freiheiten, Gesundheit- und Sozialwesen, Wirtschaft und Ressourcen
  • Jede Gruppe stellte ihren Gesellschaftsentwurf fertig. Es entstanden Verträge für die Welten „Gaia“, „Gerechte Welt“, „Herz- und Lungenwelt“, „Astris“, „Welt“

Tag 3: (Bild)Welten erschaffen

  • Collage zu Lebenswelten für den erarbeiteten Vertrag und alle Charaktere mit ihren individuellen Bedürfnissen, 360 Grad Fotos von der erstellten Collage als Basis für die Weltenprogramierung in 3D
  • Start Programmierung von 3D/VR-Welten mit cospace

Tag 4: VR-Welten erschaffen

  • Fortsetzung der Programmierung von 3D/VR-Welten entsprechend den ausgehandelten Verträgen für eine gerechte Welt

Tag 5: Präsentation und Auswertung

  • Vorbereitung der Präsentation vor Gästen
  • Auswertung des „Gedankenexperimentes“ und des Seminars
  • Präsentation vor vielen Gästen
  • Hände bedienen Laptop mit Aufklebern, Bildschirm zeigt 3D-Landschaft mit Wasser, Land und Gebäuden.
  • Person hält mehrere Blätter und steht vor einer Präsentationstafel mit dem Titel 'ASTRIS', auf der Fotos, Karten und Textblätter befestigt sind.
  • Collage mit Fotos von Stadtansichten, einem gezeichneten Schulgebäude, einem Tischkicker, einem Seehund und dem Text 'Sichere Orte für Kinder'
  • Animation: Drei Personen in einem Wartebereich mit orangenen Sesseln, grünem Teppich und Wandbild eines Wasserfalls, zwei Sprechblasen mit Texten.
  • Handgezeichnetes Diagramm mit Skizzen von Gebäuden, Fahrzeugen, Erde und Pfeilen, beschriftet mit 'Produktion von (ein Nachhaltigkeitskreis)' und 'Fortbewegung'.
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Im Seminar sind viele Bilder entstanden, die Einblicke in den intensiven Arbeitsprozess geben:

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Weitere Informationen
Gezeigt wurden die Ergebnisse auch beim Sommerfest des wannseeFORUMs am 28.9.2024
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  • Wand mit Collage aus Fotos, Texten und Dokumenten, darunter ein gedrucktes Blatt mit Text und zwei farbige Tabellen mit handschriftlichen Notizen.
  • Mädchen mit weißem Kapuzenpullover und schwarzer Jogginghose steht in einem Raum mit Holzboden, neben einem Tisch und einem schwarzen Stuhl vor einem Kamin mit großem Spiegel.
  • Handschriftliche Notizen und Skizzen zu Szenen mit Texten zu Gründung, Bildung, Gesundheit, Gleichberechtigung und Markt, ergänzt durch einfache Strichmännchen und Symbole
  • Wand mit handschriftlicher Überschrift 'ASTRIS', Notizen, Zeichnungen von Gebäuden und einer Weltkarte sowie Fotos von Landschaften und Städten.
  • Handgezeichnetes Plakat mit Skizzen von Häusern, Erde, Straßen und Pfeilen, dazu handschriftliche Notizen wie 'Produktion von Nachhaltigkeit(en)'

Im Sinne des Teilens von Best Practice sind Materialien zur Methode als OER veröfentlicht unter https://pad.medialepfade.net/s/oer_urzustand#

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