Wie schaust du auf die Welt und wie schauen andere? Wie lassen sich verschiedene Blickwinkel, also Perspektiven, sichtbar machen: die eigene, die anderer und auch die, die oft unsichtbar bleiben? Wie ändert sich ein Bild durch neue Standpunkte, ob körperlich mit der Kamera, gedanklich durch das Hineinversetzen in andere Menschen oder künstlerisch durch das Spiel mit Licht, Zeit und Raum?
Im März 2026 experimentierten Jugendliche im Freiwilligen Jahr Kultur Berlin zu diesen und weiteren PERSPEKTIVISCHEN Fragen.

Nach dem Kennenlernen von Haus, Team, Teilnehmenden und Thema ging es in drei parallel arbeitenden Werkstattgruppen um fotografisches und filmisches Suchen nach erprobten und nach neuen Blickwinkeln. Entstanden sind ganz unterschiedliche Arbeiten, die zum Seminarende präsentiert wurden. Zum Teil sind sie hier veröffentlicht.
Seminarergebnisse
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Textbeispiel aus Übungen zur Filmkonzeption
Tag für Tag blicke ich in Gesichter, die mich kaum wirklich ansehen. Sie suchen nicht mich sondern immer sich selbst. Ich bleibe ein stiller Beobachter.
Manche zögern kurz, als hätten sie Angst vor dem, was ich ihnen zeige.
Andere kommen hastig, prüfen flüchtig ihr Spiegelbild und verschwinden wieder. Oder ich werde streng und lange betrachtet. Sie suchen Fehler, vergleichen, zweifeln. Ich würde ihnen gern sagen, dass ich nur zurückgebe, was vor mir steht nicht mehr, nicht weniger.
Ich möchte nicht urteilen. Ich kann gar nicht anders, als ehrlich zu sein. Ich zeige jede Falte, jedes Lächeln, jede Unsicherheit. Doch was sie darin sehen, liegt nicht an mir.
Manchmal werde ich geputzt. Dann verschwinden die Spuren von Fingern, Staub und Zeit. Für einen Moment bin ich wieder klar, fast unsichtbar.
Und doch bleibe ich immer dasselbe: ein stiller Begleiter, der alles sieht, aber nichts festhält.
– Bonnie

Screenshot aus dem Kurzfilm „befreit?“
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Kurzfilm „Four leaf clover“ von jules
Perspektive Politik
In diesem Jahr findet in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt. Aus diesem Grund lädt das wannseeFORUM Politiker:innen ein, um mit den jugendlichen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und sie in ihrer Meinungsbildung zu unterstützen.
IM FSJK-Seminar besuchte uns am 18. März Daniela Billig, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende für Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, Sprecherin für Kultur, für Denkmalschutz und ökologische Quartiersentwicklung.
Im Gespräch ging es um Kunst- und Kulturfragen z.B. zum Thema Kulutr- und FSJK-Förderung.
Beispiele für Fragen waren:
- „Wie planen Sie Kulturangebote für junge Menschen attraktiv zu machen?“
- „Die Kultur in Berlin leidet: Grund dafür sind Kürzungen.
Wie wollen Sie für finanzielle Sicherheit in dem Bereich sorgen?“ - „In wiefern können junge Filmemacher*innen von den neue Förderungsmittel für Filmen in Berlin profitieren?!“




